Calibre

Ich hatte in den letzten Monaten schon häufiger etwas über das Programm Calibre gelesen. Calibre ist eine Open Source Software, mit der man E-Books in diversen Formaten (PDF, EPUB, CHM, HTML, …) verwalten und vor allem von einem Format in das andere konvertieren kann. Bei der Konvertierung kann dabei auch an verschiedene Geräte wie z.B. iPad, Kindle, Sony E-Book Reader, Android etc. angepasst werden. Mit manchen Geräten ist auch eine Synchronisierung der Bücher via Calibre möglich.

Bisher hatte ich noch keinen Bedarf für Calibre, aber bei mir haben sich mittlerweile doch so einige Bücher und Zeitschriften im PDF- und HTML-Format angesammelt, für die ich noch keine richtig brauchbare Ablage gefunden hatte. Außerdem habe ich ja auch seit einiger Zeit ein Android Smartphone und da ist es schon mal ganz praktisch das eine oder andere Buch in das EPUB-Format umzuwandeln.

Die Verwaltung der Bücher ist ganz einfach: Calibre speichert alle Bücher inkl. Metadaten (Autor, Titel, Tags) in einem eigenen Verzeichnis und für die Aufnahme eines Buches in das Verzeichnis muss einfach nur die Datei in die Oberfläche von Calibre “gedraggt” werden. Anschließend können die Metadaten nachbearbeitet und ergänzt werden.

Hat man die Bücher erst einmal in Calibre gespeichert, können sie ganz einfach konvertiert werden. Besonders beeindruckend finde ich die Konvertierung von Büchern im HTML-Format. Ich habe so einige kostenlose Bücher von “Galileo Computing” (z.B. die jeweils aktuelle Fassung von “Java ist auch eine Insel”) umgewandelt. Diese Bücher bestehen aus einer Anzahl einzelner HTML-Dateien plus Grafiken.

Für die Aufnahme in Calibre habe ich einfach die jeweilige Startdatei (ist i.d.R. index.html) importiert. Calibre packt die gesamten Dateien des Buches dabei automatisch in ein zip-Archiv. Dieses Archiv kann man anschließend in ein anderes Format konvertieren. Das Ergebnis der Konvertierung insbesondere in das EPUB-Format ist wirklich hervorragend. Zu Calibre gehört übrigens auch ein Anzeigeprogramm für Bücher in diesem Format.

Auf die gleiche Art können auch die Inhalte von Webseiten, die man lokal gespeichert hat, konvertieren.

Die Oberfläche und die Bedienung sind stellenweise etwas gewöhnungsbedürftig und nicht ganz den Windows-Standards entsprechend, was einfach daran liegt, dass Calibre auch für Mac OS und Linux verfügbar ist. Aber es gibt eine ausführliche Anleitung auf der Calibre-Homepage.

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