Tageszeitung auf dem Android-Tablet lesen

Westfalenpost auf dem Android-Tablet

Westfalenpost auf dem Android-Tablet

Als ich mein Acer Iconia-Tablet gekauft habe, hatte ich im Hinterkopf die Idee irgendwann einmal auf dem Tablet meine Tageszeitung lesen zu können.

Eine Tageszeitung ist zwar mittlerweile ein gewisser Anachronismus, weil man sich alle aktuellen Nachrichten auch im Internet besorgen kann. Aber lokale Nachrichten aus meiner Heimatstadt sind nicht so einfach zu bekommen. Außerdem würde mir ohne Zeitung etwas beim Frühstück fehlen, auch wenn ich dafür erst immer zum Briefkasten muss.

Aber ich hätte nichts dagegen, auf das ganze Papier, das ja in der Regel noch am selben Tag ins Altpapier wandert, zu verzichten.

Eine echte Auswahl an Tageszeitungen gibt es hier im Sauerland nicht. Westfalen wird beherrscht von den verschiedenen Produkten der WAZ-Gruppe und im Raum Brilon ist dies die Westfalenpost.

Westfalenpost in der PagePlace-App

Westfalenpost in der PagePlace-App

So musste ich erst einmal ein paar Monate warten bis es eine App zum Online-lesen meiner Tageszeitung gab. Diese App kam zunächst nicht von der WAZ selber sondern von PagePlace, dem E-Book-Shop der Telekom. Die PagePlace-App ist verfügbar für Android, Apple-Geräte und auch für Windows. Mittlerweile ist sie auch recht brauchbar. Bei Pageplace kann man nur sowohl einzelne Ausgaben einer Zeitung kaufen.

Dann kam im vergangenen Jahr (wie leider üblich) von der WAZ-Gruppe zunächst eine App für Apple auf den Markt und dann im 3. Quartal auch eine Android-App. Nach der Installation der App kann man diese dann 14 Tage  kostenlos testen. Danach kann man dann die Zeitung abonnieren oder aber einzelnen Ausgaben kaufen. Verfügbar sind alle Zeitungen der WAZ-Gruppe in allen Lokalausgaben.

Westfalenpost in WAZ-App (Hochformat)

Westfalenpost in WAZ-App (Hochformat)

Die Darstellung der Zeitung unterscheidet sich in der WAZ- und der PagePlace-App nicht wirklich. Lediglich bei den Komfortfunktionen, wie Inhaltsverzeichnis oder ein Preview der einzelnen Seiten gibt es Unterschiede.

PagePlace verwendet als Format für die Zeitung anscheinend PDF. Die WAZ-App lädt für jede Seite mehrere Dateien in unterschiedlichen Formaten (für die Preview-Anziege in jedem Fall Bitmaps) herunter.

Diese Darstellung entspricht bei beiden App in der Aufbereitung 1:1 der Papierausgabe. Das ist auch genau das Hauptproblem der beiden Apps. Auf Grund des großen Formats der Papierausgabe kann man auf dem Tablet-Bildschirm ohne Zoomen gerade mal die Überschriften lesen und die Bilder erkennen.

Um einen Artikel zu lesen, muss man zunächst den Text vergrößern (mit der üblichen 2-Finger-Geste). Wenn man dann zur nächsten Seite wechselt, geht die Einstellung wieder verloren und man muss den gewünschten Artikel erst wieder vergrößern. So ist man permanent am rein- und rauszoomen.

Das macht nicht wirklich Spaß und stört den Lesefluss gewaltig. Daher sind beide Apps im Moment für die regelmäßigen Zeitungslektüre noch nicht wirklich empfehlenswert. Auch Suchfunktionen - insbesondere über mehrere Ausgaben - gibt es leider nicht. Aber um vielleicht mal eine einzelne Ausgabe im Urlaub zu lesen sind beide Apps durchaus brauchbar.

Für ein wirklich gutes Lesererlebnis müsste die Zeitung anders formatiert werden, so dass man sich das permanente Vergrößern ersparen kann.

Noch habe ich die Hoffnung auf eine brauchbare App nicht aufgegeben vielleicht tut sich da ja noch etwas.

Bei PagePlace ist allerdings die Westfalenpost nicht mehr im Angebot. Dort gibt es nur noch die Westfälische Rundschau.

Wer sich genauer über die WAZ-App für Android informieren möchte, kann dies auf der Website von Der Westen tun.

Update 28.02.2016

Der PagePlace-Dienst wurde zwischenzeitlich von der Telekom eingestellt. Dafür ist die Android-App mittlerweile wirklich brauchbar. Auf einem 10”-Tablet kann man die Zeitung jetzt wirklich gut Online lesen. Unter Microsoft Windows und auf Windows Tablets geht es auch im Browser.

Das E-Paper-Abonnement ist übrigens auch deutlich günstiger als die Papierversion.

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